rezension: renegade – tiefenrausch

RenegadeGermanTitel: Renegade – Tiefenrausch
Autorin: Jessica A. Souders
Verlag: ivi
Seitenzahl: 368
Meine Meinung: ein gelungener Auftakt einer erstaunlich realistischen Unterwasser-Dystopie
Kurz und knapp: ein actionreiches Buch mit einem wunderschönen Paar und einer Wahnsinnsautorin

Evies Leben ist perfekt – perfekt geplant und überwacht von Mutter, der Herrscherin über die Unterwasserstadt Elysium. Schon bald soll die 16-jährige über die geheimnisvolle Welt regieren. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren Feind verliebt, wird klar, dass das perfekte Leben in Elysium eine einzige Lüge ist. Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System – doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner, in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.                 
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Meine Meinung
Eine typische Dystopie, die heute den Markt überschwemmt:
– ein böser Diktator: check
– ein unterdrückendes Regime: check
– eine Protagonistin, die auf einmal die Machenschaften des Regimes erkennt: check
– die obligatorische Liebesgeschichte: check
Wir haben die Geschichte durchschaut, richtig? check
FALSCH. Denn ich fand das Buch trotz allem noch sehr unterhaltsam.
RenegadeEnglish

Originalcover

Ich war mehr mehr als überrascht, wie actiongepackt das Buch war. Frau Souders nämlich nimmt keinen Blatt vorm Mund, wenn es darum geht, Verletzungen oder Gewalt zu beschreiben. Mit überraschenden Wendungen und dem gut durchdachten Plot, bzw. des brutalen Systems in Elysium konnte sie mich auf jeden Fall überzeugen. Kopfkino ist bei ihrem Schreibstil garantiert. Interessant war z.B. auch, dass sie einmal exakt dasselbe Kapitel wiederholt hatte, um Evies Verwirrtheit zu verdeutlichen. Sehr clever, wie ich finde.

Was mir außerdem gefiel, war Evies besondere Entwicklung. Evie am Anfang des Buches kann man nicht mit Evie am Ende davon vergleichen. Sie hat eine mehr als rasante Wandlung gemacht, die tatsächlich glaubwürdig rüberkommt. Evie ist eine Kämpferin! Auch Gavin, der überhaupt erst ihr Aufwachen ausgelöst hat, war eine Person, die man ins Herz schließen musste, da er das Bisschen Realität (wenn es überhaupt mal fehlte) in die Handlung bringt; die Erde, an der sich Evie festhält, wenn sie manchmal unsicher ist.

Das Buch liest sich wie ein Rätsel. Hier und da hinterlässt die Autorin ein paar Hinweise, bis im finalen Showdown die „Bombe platzt“ und die meisten Fragen gelöst werden, neue aber wieder aufgeworfen werden.

Allerdings muss ich sagen, dass mir nicht immer klar war, warum Mutter so böse ist, oder Elysium diese „eiskalte“ Wandlung überhaupt gemacht hatte. Klar, sie ist machtbesessen, aber ihre Motivation war mir doch manchmal zu vereinfacht.

Fazit
Ein sehr guter Auftaktband einer neuen Dystopie, das richtig actiongepackt und spannungsreich ist. Vor allem der gut durchdachte Handlungsablauf und der Schreibstil überzeugen in vollem Maße.
4CC
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