rezension: the elite

eliteTitel: The Elite
Teil einer Series: The Selection, #2
Autor: Kiera Cass
Verlag: HarperTeen
Kurz und knapp: Meine Erwartungen wurden nicht übertroffen, das größtenteils an America lag

Thirty-five girls came to the palace to compete in the Selection. All but six have been sent home. And only one will get to marry Prince Maxon and be crowned princess of Illea.America still isn’t sure where her heart lies. When she’s with Maxon, she’s swept up in their new and breathless romance, and can’t dream of being with anyone else. But whenever she sees Aspen standing guard around the palace, and is overcome with memories of the life they planned to share. With the group narrowed down to the Elite, the other girls are even more determined to win Maxon over—and time is running out for America to decide.Just when America is sure she’s made her choice, a devastating loss makes her question everything again. And while she’s struggling to imagine her future, the violent rebels that are determined to overthrow the monarchy are growing stronger and their plans could destroy her chance at any kind of happy ending.

Oh, dieses Buch. Dieses Buch.

Vielleicht sollte ich damit beginnen und sagen, dass das Buch in Prinzip sich kein Bisschen vom ersten Band unterscheidet. Das erste Buch in dieser Trilogie, “Selection”, war okay für mich. Ein bisschen herzzerreißend zum Ende hin, aber nichtsdestotrotz nicht herausragend. Aber dieses Mal: Das Ende war…lächerlich.

The Elite knüpft fast unmittelbar an The Selection an. Im Wesentlichen hat sich die Situation im Palast sowie Americas innerer Konflikt nicht großzügig geändert (psst, er lautet immer noch: Maxon oder Aspen?). Nun: Ich kann schon vom Vornherein sagen: Man wird von der Liebesgeschichte in diesem Band nicht viel schlauer. Aber dazu später.
War das Tempo im ersten Band häufig langgezogen oder gar träge, geht es in diesem Band zügig los: Der arme Maxon muss nun unter den sechs verbliebenen Mädchen sich seine Braut aussuchen. Und America ist seine Favoritin. Da sich die Gruppe der Konkurrentinnen verkleinert hat, konnte man die (Neben)Personen diesmal viel besser kennenlernen und die Hintergrundgeschichten und Einstellungen von ihnen besser nachvollziehen. Zwar bleiben die meisten von ihnen immer noch blass, großartig gestört hat es den Lesefluss aber nicht.
Häufige Rebellenangriffe im Palast belasten die Selection. Schnell muss sich America wieder bewusst werden, was für eine große Last und Verantwortung auf sie fallen würde, falls sie tatsächlich Prinzessin von Illea werden würde.

Im ersten Buch fand ich, fehlte es oft an Hintergrundinformationen über den Aufbau von Illea bzw. über die Geschichte dieses Landes: Die Motivation der Rebellen (jaja, mit den Rebellen von Süden und Norden wurde ja eine ganz feine Gruppe von lächerlichen Möchtegern-Terroristen im ersten Band erstellt) und überhaupt der SINN der ganzen Selection. Tatsächlich aber werden hier die Fragen mehr oder weniger beantwortet: America nämlich hat die Tagebücher von Gregory Illea, dem Gründungsvater ihres Landes, gefunden, der überraschend ausführliche Einträge über die Gründung des Landes in seinen Tagebüchern gemacht hat. Die Idee an sich wäre nicht sooo schlecht (abgesehen davon, dass die Idee viel zu in die Handlung reingequetscht rüberkam), wäre die Art, wie Gregory sozusagen “geschrieben” hat, total vorhersehbar gewesen.

Das Meiste, was mich an diesem Buch gestört hat, war höchstwahrscheinlich die Hauptperson America selber. Ihre Naivität und allgemein ihr überstürztes und unüberlegtes Handeln. Im Buch wird häufig erwähnt, dass sie ihre Zeit im Wettbewerb manchmal als eigene “kleine Selection” empfindet: Maxon oder Aspen? Dieser Handlungsstrang ist ein Paradebeispiel für die Sinnlosigkeit vieler Liebesdreiecke: Aspen war einfach UNNÖTIG. Jaja, durch seine Anwesenheit bereitet er America Kopfzerbrechen, aber sein Charakter ist einfach viel zu transparent und….austauschbar. Nicht besonders. Einfach eine Person, die erschaffen wurde, um einen Twist in die Geschichte miteinzubauen.
Oh, und dann wundert sich America manchmal, dass Maxon nicht genügend Zeit mit ihr verbringt. Mal ehrlich, man meldet sich für die Selection an, weil man weiß, dass es sich um…Bachelor im Prinzessinnenstyle geht. Da habe ich echt kaum Verständnis dafür, dass sie ständig rumheult, wenn der liebe Maxon mal wieder so beschäftigt ist.

Facepalm_

Allerdings fand ich Americas überstürzte Art nicht immer schlecht. Sie formt America mehr und mehr (nicht unbedingt im postiven Sinne) und macht sie nicht zu der unauthentischsten Tussi.

Auch Maxon kam in diesem Band nicht  richtig, aber zumindest teilweise zur Geltung: Er wirkt natürlicher, aufrichtiger und ist einfach…liebenswerter! Langsam begreift er, was für eine Verantwortung er tragen muss, und obwohl er America fast bedingslos seine Zuneigung schenkt, erkennt er, dass sie ihn vielleicht nicht alles bieten kann, was er sich erhofft hat. Dazu kommt noch der enorme Druck von seinem Vater. So konnte man aber Maxons “Fehltritte” verzeihen.
Auch Queen Amberly, Maxons Mutter, ist mir einigermaßen positiv aufgefallen. Ich würde im nächsten Band gerne mehr über sie erfahren, vor Allem wie sie ihren sehr autoritären Ehemann, den König, ausstehen, bzw. LIEBEN kann. (Wenn ich im Nachhinein jetzt über den letzten Punkt nachdenke…irgendwie ist Queen Amberlys durchgehend passives und scheinbar liebevolles Verhalten leicht unlogisch (oder etwas sehr)).

Nun ein positiver Punkt: Trotz ihres doch sehr einfachen Schreibstils hat mich Kiera Cass dennoch immer wieder für die Kleider, Bälle und all den…Glamour begeistern können. Und obwohl America immer wieder durch ihre impulsive Art im Buch aufgefallen ist, ist sie immer noch eine teilweise witzige und fast sympathische Person geblieben (letzteres nehme ich zurück).

Vielleicht lagen meine Erwartungen in diesem Buch einfach falsch. Ich habe erwartet, dass Maxon eine Entscheidung trifft. Eine endgültige bezüglich seiner Brautwahl, sodass das letzte Buch den Gesellschafts- und Rebellenkonflikt behandeln wird, also eine Lösung beim Kastensystem z.B..

Nichtsdestotrotz hat das Buch mich mehr oder weniger gut unterhalten können, obwohl der Logikfaktor eindeutig sehr sehr schwach war. Letztendlich aber war es eine nette Mischung aus Dramatik, Dramatik und…noch mehr Dramatik!

2CC

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