rezension: feuer und glas – die verschwörung

FeuerGlasVerschwörungTitel: Feuer und Glas – Die Verschwörung
Autorin: Brigitte Riebe
Teil einer Serie: #2 Feuer und Glas
Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 400
Kurz und knapp: Brennende und magnetisierende Story!

Schöner, magischer und gefährlicher kann die erste Liebe nicht sein! Konstantinopel im Jahr 1509: Milla, das Mädchen, das über die Kräfte des Feuers gebietet, und Luca, der Junge, dessen Familie zu den Wasserleuten gehört, suchen in der sagenumwobenen Stadt am Bosporus Millas Vater Leandro. Doch als sie ihn endlich finden, kann er sich an nichts erinnern. Nicht an sein früheres Leben und nicht an Milla. Milla ahnt, dass sie selbst und ihre Liebe zu Luca in höchster Gefahr sind, wenn es ihr nicht gelingt, das dunkle Geheimnis um Leandro zu lüften §In der uralten Lagunenstadt Venedig sind sie sich das erste Mal begegnet: die sechzehnjährige Milla, die von den Feuerleuten abstammt, und Luca aus dem Geschlecht der Wasserleute. Ihre Liebe zueinander ist seitdem nicht erloschen. Als Milla nach Konstantinopel aufbricht, um ihren Vater Leandro zu suchen, begleitet Luca sie. Über Leandros Leben und Verschwinden liegt ein dunkles Geheimnis, das Milla nun endlich ergründen will. Die so lange herbeigesehnte Begegnung mit ihrem Vater verläuft jedoch anders als erwartet: Leandro scheint sich an nichts aus seiner Vergangenheit zu erinnern, auch nicht an Milla. Während das Feuermädchen verzweifelt herauszufinden versucht, was ihrem Vater das Gedächtnis geraubt hat, wird die Stadt von einem gewaltigen Erdbeben erschüttert. Fast zu spät wird Milla und Luca klar, dass nur der Bund aus Feuer und Wasser die Stadt am Bosporus retten kann. Ausgerechnet in der Stunde der höchsten Not wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt, denn der gut aussehende Baumeister des Sultans scheint alles daranzusetzen, Millas Herz zu gewinnen.

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Meine Meinung

Bevor die eigentliche Rezension beginnt: Das Cover ist doch mal richtig hammer, oder? Dabei beziehe ich mich nicht nur auf das Gesicht (ganz ehrlich, der Junge sieht nicht schlecht aus), nein, im Hintergrund sieht man auch den Topkapi-Palast, dem Palast des Sultans, wo ein wesentlicher Teil des Buches abspielt. Ich liebe diese Liebe zum Detail!

Obwohl ich den ersten Band dieser Dilogie erst vor einigen Monaten gelesen, fiel mir der Einstieg doch ungewöhnlich schwerer, als ich erwartet habe. Vielleicht lag es daran, dass ich noch nostalgisch in den Erinnerungen an Venedig schwelgte, der Schauplatz diesmal aber tatsächlich in Konstaninopel ist; jedoch gab es nur wenige Wiederholungen. Allgemein hätte ich mir einen “fließenderen” Übergang  gewünscht.
Allerdings muss ich sagen, dass der Handlungsort dieses Buches nicht besser hätte gewählt worden sein können. Brigitte Riebe besitzt ein einzigartiges Talent, Historisches greifbar zu machen: Das historische Konstantinopel ist so authentisch und realistisch beschrieben, dass ich wirklich den Eindruck hatte, mitten im Gewimmel auf dem Marktplatz versetzt zu sein, umgeben von den Gerüchen, Geräuschen und dem Geschäftigtsein der Stadt.
Allerdings tat ich mich am Anfang etwas schwer, nachzuvollziehen, dass Luca nach all den Ereignissen im ersten Teil immer noch Geheimnisse vor Milla hatte und andersherum. Zu dem muss man aber sagen, dass sie sich immer mehr wie ihre Elemente verhalten und, egal in welchen Zeiten, sich stets auf den Pakt besinnen, sodass sie schon bald dem Geheimnis von Millas Vater versuchen – wenn auf verschiedener Weise – nachzukommen. Besonders Luca ist mir positiv durch seine kühlen-Kopf-Art aufgefallen.

Interessant waren auch die neuen Nebenfiguren – der gutaussehende Sinan, der schon bald seine Augen von Alisar nicht mehr lassen kann, Enya, die trotz ihrer unscheinbaren Art Wissen und Sicherheit ausstrahlt…es ist schwer, sich nicht in sie zu verlieben.
Das Buch bleibt stets abwechslungsreich, was durch verschiedene Perspektiven verstärkt wird: Genau wie Marco, der Verbündete, den Luca und Milla in Venedig hinterlassen mussten und nun für die Intrigen des Admirals missbraucht wird, oder Leandro, der immer noch an einer Amnesie leidet, tappt der Leser mit ihnen im Dunkeln – wie weit z.B. wird der Admiral gehen, um seinem Ziel, die gläserne Gondel zu bekommen, näherzukommen?
Das Buch lebt von vielen kleinen Spannungsmomenten, kleinen – wenn auch nicht unbedeutsamen – Wendungen, bis die Handlungsstränge ineinander verlaufen und der eigentliche Höhepunkt zum Ende kommt.
Auch der schlichte und unkomplizierte Schreibstil trug wesentlich dazu bei, schnell in dem magischen Bann des Buches gefangen zu sein. Zwar erfährt man nicht immer unbedingt die Motivationshintergründe der Figuren, insbesondere im Hinblick auf Milla, die häufig durch ihre Sturrheit und ihrem überstürzten, wenn auch leidenschaftlichen Handeln glänzt; dies stört aber auch nicht den Lesefluss. Denn sie ist ein Freigeist, vom Feuervolk – sie zeichnen sich durch ihre impulsive und aktive Art aus; es ist nie langweilig, sie auf ihrer Suche zu ihrem Vater zu begleiten.

Darüber hinaus konnte mich Brigitte Riebe mit ihrem historischen Wissen begeistern. Geschickt weiß sie es, Fantasyaspekte mit tatsächlichen, historisch belegbaren Fakten miteinander zu verknüpfen, sodass ich häufig in Versuchung kam, diese nachzugooglen, um den Wahrheitsbestand zu prüfen- wäre da nicht das tolle Nachwort der Autorin, in welchem sie nochmal die Hintergrundgsgeschichte aufklärt.

Insgesamt ist der Roman ein tolles Buch, das seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Bis zur Mitte bleibt die Handlung relativ ruhig, das Lesetempo schlägt jedoch ab dann um, sodass man insbesondere im letzten Drittel durch die kurz hintereinander erfolgenden, actionreiche Ereignisse das Buch nur noch schnell aus der Hand legen kann. Das Buch ist in sich abgeschlossen, und ich kann selber nicht richtig glauben, dass die Dilogie nun zu Ende ist – Potential für eine Fortsetzung allerdings hätte das Buch auf jeden Fall!

4CC

 

Vielen Dank an Heyne fliegt/Random House sowie Lovelybooks für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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